Seit einigen Jahren bietet myonic DH-Studium-Plätze für den Studiengang Maschinenbau, Fachrichtung „Produktion und Management“ sowie „Konstruktion und Entwicklung“ an. Letztjährig schloss erstmalig eine junge Frau erfolgreich ihren Bachelor of Engineering ab und arbeitet inzwischen als Ingenieurin in der Prozessentwicklung.
Wir haben Katja Pennicke (KP) und ihren internen Ausbildungsbetreuer Stefan Wachter (SW) zu den Erfahrungen im Studium, dessen Besonderheiten und den Start ins Berufsleben interviewt:

Welche Erwartungshaltung hattest du zu Beginn des Studiums?
KP: „Mir war die Verbindung zwischen Praxis und Theorie sehr wichtig, also das Gelernte im realen Arbeitsalltag anzuwenden und um die realen Anforderungen abschätzen zu können. Und so bereits im Studium Erfahrungen zu sammeln, die ich ansonsten vielleicht erst viel später mitbekommen hätte.“

Inwiefern hat sich diese erfüllt?
KP: „Natürlich musste ich zu Beginn des Studiums viele Grundlagen lernen. Aber aus den Vorlesungen nahm ich schon bald immer mehr Themen mit, die so auch im Betrieb angewandt wurden. Damit erhielt ich ein gutes Verständnis für die Zusammenhänge, was mir wiederum bei der Umsetzung erster selbständiger Aufgaben half, die mir bei myonic schon früh übertragen wurden. Ich konnte mir so bald einen umfassenden Überblick über das Berufsbild verschaffen und habe gemerkt, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe.“

Hast du dich intern gut betreut gefühlt?
KP: „Ja, auf jeden Fall. Wenn ich etwas brauchte, hatte sich Stefan, trotz seiner Leitungsfunktion in der Prozessentwicklung, immer Zeit für mich genommen. Auch die Kollegen waren sehr hilfsbereit und kompetent und unterstützten, wo es ging.“

Welche Vorteile bietet diese Art von Studium?
SW: „Für den Student liegen die Vorteile auf der Hand: frühe Klarheit bei der Berufswahl, viel Abwechslung, die Verbindung von Theorie und Praxis. Der Student hat das Unternehmen bereits kennengelernt, ist integriert und hat somit bereits den „Fuß in der Tür“ – und verdient nebenbei auch schon etwas!
Für das Unternehmen ist es ein großer Gewinn den Student über mehrere Jahre zu begleiten und intensiv kennenzulernen, um ihn nach abgeschlossenem Studium perfekt einsetzen zu können. Zudem dürfen die Studierende strukturiert Themen bearbeiten – im Rahmen ihrer Projekt- oder Bachelorarbeit – für die im „Daily Business“ keine Zeit ist. Die Verantwortung tut den jungen Leuten gut und dem Unternehmen hilft die Aufbereitung sehr. Das DH-Studium ist kein „normales Studium“ mit lockerem Studentenleben; die Studierende haben einen engen Zeitplan und müssen mit Biss an die Sache. Solche Leute brauchen wir im Unternehmen!“

Wie ist es für dich junge Leute beim Start ins Berufsleben zu begleiten?
SW: „Es macht mir großen Spaß mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten und die Entwicklung vom Schüler bis hin zum Bachelor zu beobachten. Wir und die Hochschule geben das Handwerkszeug – wenn’s in die richtige Richtung geht (was bisher immer so war), freut mich das!“

Wie lief das duale Studium ab – wie gestalteten sich die drei Jahre?
KP: “Es war immer in 3-Monatsblöcken aufgeteilt, je zur Hälfte in der DHBW RV (Campus Friedrichshafen), zur anderen Hälfte bei myonic. Anfangs startete das Theorie-Studium mit längeren Akademiephasen. Während der gesamten Zeit waren mehrere Projekt- und Studienarbeiten zu erledigen und zum Schluss natürlich die Bachelor-Arbeit umzusetzen.“
SW: „Zu Beginn ist es wichtig, den Studierenden einen Überblick zu geben. Im ersten Vierteljahr sind die jungen Leute der Ausbildungswerkstatt zugeordnet und lernen dort die Grundlagen der Metallbearbeitung. Parallel durchlaufen alle Neulinge die Abteilungen und können sich früh ein Bild über die Abläufe machen. Auch während der Theoriephase halten wir Kontakt mit den jungen Leuten. Bereits nach einem halben Jahr im Betrieb steht die erste Projektarbeit an.“

Was gefiel dir besonders gut während des Ausbildung?
KP: „Die Nähe zur Produktion und die Zusammenarbeit mit den Kollegen. myonic bietet ein interessantes Umfeld und es macht mir Spaß, mich mit Maschinen und Prozessen zu beschäftigen. Und wie schon gesagt, die Abwechslung zwischen Vorlesungen und Arbeitsleben.“

Welche Aufgaben wurden dir übertragen? Hattest du eigenen Projekte?
KP:“ Ich hatte in jeder Praxisphase ein eigenes Projekt, also insgesamt vier, und zusätzlich diverse Nebentätigkeiten übertragen bekommen, die ich selbständig betreute. Diese Verantwortung habe ich sehr geschätzt. Die ersten Praxisphasen und Projektarbeiten absolvierte ich in der Prozessentwicklung und meine Bachelorarbeit in der Logistik-Abteilung.

Was ist dein Fazit am Ende der Studienzeit und was nimmst du mit für deine zukünftige berufliche Laufbahn?
KP: „Das duale Studium bietet sehr gute Möglichkeiten den späteren Beruf auf Herz und Nieren zu prüfen und das Verständnis fürs große Ganze zu bekommen. Zudem ist der Berufseinstieg viel einfacher, da man ja in den Praxisphasen schon ‘Arbeitsluft‘ geschnuppert hat und früh eigenständig arbeitet. Alles in allem: ich würd‘s wieder so machen!“

Vielen Dank euch beiden für das Interview und Dir Katja, viel Glück für deine weitere berufliche Zukunft!

Katja Pennicke (links) und Stefan Wachter (rechts) in der X-Ray- Fertigung

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